Die Villa in der Prinz-Friedrich-Leopold-Straße 17 in Berlin Nikolassee wurde im Jahre 1910 erbaut. Sie ist eine der ersten Villen mit Stahlsteindecken aus dieser Zeit. 

Die Villa wurde umfangreich saniert und in Teilen umgebaut, um zwei Nutzungskonzepte zu ermöglichen: In der ersten Nutzung wird die Villa von einer Familie bewohnt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es möglich sein, das Einfamilienhaus in ein Mehrfamilienhaus mit hochwertigen Wohnungen umzuwandeln. Die Wohnung im Souterrain wurde schon in der ersten Nutzungsvariante separat erschlossen. Die marode Garage an der Südseite des Gebäudes wurde zurückgebaut, um über eine Rampe das Niveau des Souterrains zu erreichen. Das Treppenhaus ist sowohl im Norden als auch über die Rampe im Süden zugänglich. Zudem wird jede Etage vom Aufzug angefahren. In den unteren Etagen wurde ein einfacher Anbau zurückgebaut und durch einen Wintergarten in Holzständerbauweise mit großen Schiebfenstern ersetzt, der die offene Küche mit der neuen großzügigen Terrasse verbindet. Die Bestandsfenster sind in allen Geschossen erhalten und aufgearbeitet worden. Das Walmdach wurde in der ursprünglichen Kubatur wieder als zweifach stehendes Pfettendach mit Zwischensparrendämmung errichtet. Die Südgaube ist nach historischem Vorbild als Giebelgaube mit Pendelstützen wiederhergestellt worden, hinter denen sich eine Loggia befindet. Damit sich die Gaube an der Nordfassade nicht zu stark von den historischen Gebäuden der Umgebung abhebt, wurde diese als Schleppgaube ausgebildet. Das gesamte Dach wurde mit Biberschwanzziegeln eingedeckt, die Fassade mit Kalkzementputz versehen und um die Fenster wurden schmale Faschen ausgebildet.

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090 PRINZ - FRIEDRICH - LEOPOLD

UMBAU- UND SANIERUNG EINER VILLA IN NIKOLASSEE / BERLIN

BGF 618 qm

 

DIREKTAUFTRAG LP 1-9

Realisiert 2018-2021

 

AUFTRAGGEBER

Privat

 

MIT

Isabell Eggerth / Imke Zugermeier /

Thomas Weisheit

 

FACHPLANER
Tragwerksplanung CMIB Ingenieure / Berlin 

Haustechnikplanung

Rausch & Co / Hamburg